LinkedIn Statistiken exportieren: Die komplette Anleitung 2026

von KONTOR4 9 Min. Lesezeit
LinkedIn Statistiken exportieren: Die komplette Anleitung 2026

Wenn Sie LinkedIn-Marketing für Kunden betreiben, kennen Sie diesen Moment: Monatsende, der Kunde fragt nach der Performance, und Sie öffnen LinkedIn – um festzustellen, dass Sie wieder drei verschiedene Exporte herunterladen, sortieren und irgendwie zu einem Report zusammensetzen müssen.

Diese Anleitung zeigt Ihnen, was LinkedIn exportieren lässt, wie der Export Schritt für Schritt funktioniert und – vor allem – was Sie danach mit den Daten machen können, ohne sich stundenlang durch Excel zu kämpfen.


Was lässt sich bei LinkedIn überhaupt exportieren?

Bevor wir in die Anleitung einsteigen, kurz zur Ausgangslage: LinkedIn gibt Ihnen deutlich mehr Daten, als die meisten Nutzer wissen. Der Haken ist, dass diese Daten auf mehrere Bereiche verteilt sind und sich jeder separat exportieren lässt.

Unternehmensseite (Company Page) – das können Sie exportieren

Für die Unternehmensseite stehen folgende Exporte zur Verfügung – vorausgesetzt, Sie haben Admin- oder Analyst-Rechte auf der Seite:

  • Besucher-Analyse: Seitenaufrufe, eindeutige Besucher, demografische Daten (Jobfunktion, Branche, Unternehmensgröße, Standort)
  • Follower-Analyse: Follower-Wachstum, demografische Zusammensetzung, organisch vs. gesponsert
  • Inhalts-Analyse: Reichweite, Impressionen, Klicks, Engagement pro Beitrag
  • Wettbewerber-Analyse: Vergleich der Follower-Zahlen mit ausgewählten Wettbewerbern
  • Leads-Analyse: Nur relevant wenn Lead Gen Forms aktiv sind

Persönliches Profil (Creator Analytics)

Für persönliche Profile gibt es separate Creator Analytics, die Sie unter „Analysen und Tools" in Ihrem Profil finden. Diese sind relevant für Personal Branding, aber nicht für das Kunden-Reporting von Company Pages.

Was fehlt – und warum das für Agenturen problematisch ist

LinkedIn exportiert immer einen Snapshot für einen ausgewählten Zeitraum – aber keine automatischen Zeitreihen. Das bedeutet: Sie sehen, wie viele Follower Ihre Seite heute hat. Aber wie sich diese Zahl über 12 Monate entwickelt hat, sehen Sie nur, wenn Sie regelmäßig Exporte gesammelt haben.

Genau das ist der Kern des Reporting-Problems, mit dem Agenturen täglich kämpfen.


Schritt für Schritt: LinkedIn Unternehmensseite exportieren

Folgen Sie dieser Anleitung, um die Analytics Ihrer LinkedIn-Unternehmensseite als Excel-Datei zu exportieren.

Navigationspfad auf einen Blick:

Unternehmensseite aufrufen → Admin-Ansicht → Analytics → Bereich wählen → Zeitraum setzen → Exportieren

Schritt 1: Admin-Ansicht öffnen

Rufen Sie die LinkedIn-Unternehmensseite auf. Oben rechts sehen Sie den Button „Admin-Tools" oder direkt die Schaltfläche zum Wechsel in die Admin-Ansicht. Klicken Sie darauf.

Wichtig: Sie müssen als Super Admin, Content Admin oder Analyst der Seite eingetragen sein. Ohne diese Rechte sehen Sie den Export-Button nicht.

Schritt 2: Analytics-Tab öffnen

In der Admin-Ansicht finden Sie in der oberen Navigation den Reiter „Analytics". Klicken Sie darauf. Sie sehen nun ein Dropdown mit folgenden Optionen:

  • Besucher
  • Aktualisierungen (Beiträge)
  • Follower
  • Mitbewerber
  • Leads
  • Mitarbeiter-Advocacy

Wählen Sie den Bereich, den Sie exportieren möchten.

Schritt 3: Zeitraum auswählen

Oben rechts im Analytics-Bereich finden Sie einen Zeitraum-Filter. Standardmäßig sind die letzten 30 Tage eingestellt. Sie können wählen zwischen:

  • Letzten 7 Tage
  • Letzten 30 Tage
  • Letzten 90 Tage
  • Benutzerdefinierter Zeitraum (empfohlen: immer den größtmöglichen Zeitraum wählen)

Tipp: Wählen Sie immer den größtmöglichen verfügbaren Zeitraum. LinkedIn speichert keine unbegrenzten Historien – wie weit zurück die Daten reichen, hängt vom Alter der Seite und der Datenverfügbarkeit ab.

Schritt 4: Export-Button klicken

Suchen Sie in der rechten oberen Ecke nach dem „Exportieren"-Button (manchmal auch als Download-Icon dargestellt). Klicken Sie darauf.

LinkedIn lädt nun eine .XLS-Datei (Excel-Format) herunter. Der Dateiname folgt in der Regel dem Schema: LinkedIn_Page_Analytics_[Seitenname]_[Zeitraum].xls

Schritt 5: Was ist in der exportierten Datei?

Je nachdem, welchen Bereich Sie exportiert haben, enthält die Datei unterschiedliche Tabs und Spalten. Typisch für den Follower-Export:

  • Tab „Follower": Gesamtzahl, Wachstum pro Tag/Woche, organisch vs. gesponsert
  • Tab „Demografie": Jobfunktion, Branche, Seniorität, Unternehmensgröße, Land

Für den Content-Export erhalten Sie pro Beitrag: Datum, Titel, Impressionen, Klicks, Reaktionen, Kommentare, Shares, Engagement Rate.


Die drei Exporte, die Sie jeden Monat brauchen

Für ein vollständiges Monats-Reporting empfehlen wir, jeden Monat diese drei Exporte herunterzuladen:

Export Was er zeigt Wofür
Follower-Analyse Wachstum, Demografie Reichweitenentwicklung, Zielgruppen-Fit
Besucher-Analyse Seitenaufrufe, Herkunft Interesse an der Marke
Inhalts-Analyse Performance pro Post Welche Formate und Themen funktionieren

Das Problem: Wenn Sie diese drei Exporte für 10 Kunden herunterladen, haben Sie 30 Excel-Dateien. Und damit fängt die eigentliche Arbeit erst an.


Was Sie nach dem Export mit den Daten machen können

Hier scheiden sich die Geister – und hier entscheidet sich, wie viel Zeit Sie monatlich für Reporting aufwenden.

Der klassische Weg: Excel und Looker Studio

Die meisten Agenturen kennen diesen Workflow: Export öffnen, relevante Spalten kopieren, in ein Looker-Studio-Template einfügen, Diagramme aktualisieren, als PDF exportieren, an den Kunden schicken.

Zeitaufwand: Realistisch 45–90 Minuten pro Kunde.

Das Ergebnis ist ein statisches PDF, das der Kunde öffnet, kurz anschaut – und dann Rückfragen hat, weil er die Zahlen nicht selbst erkunden kann.

Der schnelle Weg: Upload in LInsight

LInsight löst genau dieses Problem. Statt die XLS-Dateien manuell aufzubereiten, laden Sie sie per Drag & Drop in LInsight hoch. Das System liest die Daten automatisch aus, strukturiert sie und erstellt ein interaktives Dashboard – in etwa 30 Sekunden.

Was der Kunde dann sieht: kein statisches PDF, sondern ein Live-Dashboard, das er selbst bedienen kann. Follower-Entwicklung als Zeitreihe (aus akkumulierten Uploads), Engagement-Rate im Zeitverlauf, Top-Posts nach Performance sortiert.

Und weil jeder Kunde einen eigenen, isolierten Link bekommt, sieht keiner die Daten eines anderen.

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Häufige Fragen zum LinkedIn-Export

Kann ich auch ältere Daten exportieren?

Nur begrenzt. LinkedIn stellt Daten in der Regel für die letzten 90 bis 365 Tage bereit – je nach Seitenalter und Datentyp. Ältere Historien müssen durch regelmäßige Exporte selbst aufgebaut werden. Das ist einer der Hauptgründe, warum Agenturen früh mit dem regelmäßigen Export anfangen sollten.

Brauche ich Admin-Rechte für den Export?

Ja. Sie benötigen mindestens die Rolle „Analyst" auf der LinkedIn-Unternehmensseite Ihres Kunden. Als Agentur bitten Sie Ihre Kunden am besten einmalig, Ihnen diese Rolle zuzuweisen.

Warum fehlen manche Daten im Export?

Häufige Ursachen: Die Seite ist zu neu (wenige Daten vorhanden), der gewählte Zeitraum enthält keine Aktivitäten, oder LinkedIn hat Daten aus Datenschutzgründen aggregiert (z.B. werden demografische Daten nur angezeigt, wenn eine Mindestanzahl an Profilen in einer Kategorie vorliegt).

Kann ich den Export automatisieren?

Nicht direkt über LinkedIn selbst. LinkedIn bietet keinen automatischen Daten-Push. Tools wie LInsight lösen das über die Upload-Methode: Regelmäßige manuelle Exporte werden automatisch verarbeitet und akkumuliert.

Funktioniert der Export in allen Browsern?

Am zuverlässigsten läuft der Export in Chrome oder Edge. Safari hat gelegentlich Probleme mit dem XLS-Download.


Der einmalige Setup, der alles einfacher macht

Wenn Sie mehrere Kunden betreuen, lohnt es sich, den Export-Prozess einmal sauber aufzusetzen:

1. Analyst-Zugang einholen – für jede Kunden-Unternehmensseite einmalig

2. Festen Exporttermin setzen – z.B. immer am ersten Montag des Monats

3. Feste Ordnerstruktur anlegen – eine Ordner pro Kunde, Unterordner pro Monat

4. LInsight-Account anlegen – Kunden einrichten, einmalig konfigurieren

5. Monatlicher Workflow: Export herunterladen → in LInsight hochladen → Link an Kunden → fertig

Der gesamte aktive Aufwand nach diesem Setup: unter 5 Minuten pro Kunde pro Monat.


Fazit

LinkedIn-Statistiken zu exportieren ist technisch nicht schwer. Drei Klicks, fertig. Das Problem beginnt danach: Was macht man mit 30 Excel-Dateien für 10 Kunden?

Der Schlüssel ist nicht, den Export zu vermeiden – sondern ihn so kurz wie möglich zu halten und den Rest zu automatisieren. Mit einem guten Workflow und dem richtigen Tool verbringen Sie für das komplette LinkedIn-Reporting Ihrer Kunden weniger Zeit pro Monat als früher für einen einzelnen Kunden.

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